Moola - der Bodenverbesserer

Moola heißt unsere Pflanzenkohle, die DU: willkommen in der Umwelt auf drei Pyrolyseanlagen herstellt. Moola ist Englisch und bedeutet umgangssprachlich „Kohle".

Bei Pflanzenkohle handelt es sich um kein Düngemittel, sondern um eine Trägersubstanz die der periodischen Speicherung von essenziellen Nährstoffen und Wasser dient.  Durch die Pflanzenkohle werden langfristig Habitate für nützliche Mikroorganismen zur Verfügung gestellt.

Um ihre bodenverbessernden Eigenschaften rasch ausnutzen zu können sollte Pflanzenkohle vor der Einbringung zunächst mit Nährstoffen und Wasser aufgeladen werden. Eine zusätzliche Impfung mit Mikroorganismen (z. B. EM-a) fördert die biologische Aktivität, wodurch die fixierten Nährstoffe schneller pflanzenverfügbar werden.

Die Einbringung unbehandelter Pflanzenkohle kann zu einer kurzfristigen Fixierung von Nährstoffen und Wasser führen, wodurch eine Hemmung des Pflanzenwachstums möglich ist. Somit empfiehlt sich die Einarbeitung unbehandelter Pflanzenkohle zum Ende der Vegetationsperiode im Herbst.

Humusaufbau mit Pflanzenkohle

Pflanzenkohle steigert nicht nur die Effizienz von Dünger. Pflanzenkohle sorgt für Humusaufbau.  Gerade auf sandigen Böden kann durch Einbringen von Pflanzenkohle der Humusaufbau um 0,1 bis 0,2% jährlich gesteigert werden, der Humusgehalt steigt an.

Testreihen an der Fachhochschule Osnabrück und der Universität Hohenheim zeigen eine deutliche verbesserte Muttererde hinsichtlich Nährstoffgehalt, wenn sie mit angereicherter Pflanzenkohle gespeist werden.

Was in der Schweiz und Skandinavien längst ein Trend ist, soll auch in schwäbischen Gärten und auf heimischen Wiesen Einzug halten. Dort arbeiten Landwirte und Hobbygärtner längst mit dem Naturprodukt, das mit Nährstoffen (zum Beispiel Stickstoff) angereichert wird.

 

Wie ein Schwamm

Im Gegensatz zum Dünger wird die mit Mikroorganismen oder Nährstoffen gespeiste Pflanzenkohle „Moola“ nicht vom Regen ins Grundwasser gewaschen.

Vielmehr fungiert sie als Schwamm im Boden und speichert die ihr zugeführten Spurenelemente und Nährstoffe. So lange, bis haarfeine Wurzeln der darüber wachsenden Pflanzen in sie eindringen und sich dieser bedienen.

Pflanzenkohle ist Kohlenstoffsenker

Optimal mit Nährstoffen aufgeladen, kann die Pflanzenkohle eine weitere Stärke ausspielen. Wer sie im Garten oder Acker einbringt, macht diese Flächen zu Kohlenstoffsenkern. „CO2 wird aktiv aus der Atmosphäre gebunden und langfristig im Boden abgelegt“, erklärt Zimmermann. Bei der Produktion von einer Tonne Pflanzenkohle werden 3,6 Tonnen CO2 gebunden.

Pipi für die Forschung

250.000 Menschen kamen voriges Jahr zum evangelischen Kirchentag nach Stuttgart. Dort stellten pfiffige Christen Toiletten auf, die mit Pflanzenkohle gespickt waren. Dies saugte den abgeschiedenen Urin der Teilnehmer auf. Anschließend karrten die Macher die vollgesaugte Pflanzenkohle auf den Berg zur Universität Hohenheim im Stadtteil Plieningen. Studenten der Agrarwissenschaften brachten die Kohle in den Obstbau-Gärten der ältesten Uni Stuttgarts zu Versuchszwecken aus.

Terra Preta do Indio

 lautet der portugiesische Name für einen Stoff, dem man wundersame Eigenschaften zuschreibt. Die Presse überschlägt sich mit Berichten über das 'Schwarze Gold', die Wissenschaft glaubt mit der Schwarzerde aus dem Regenwald zwei der größten Menschheitsprobleme lösen zu können – den Klimawandel und die Hungerkrise.

Folgende Effekte werden durch Pflanzenkohle erzielt:

  • Verbesserung der Bodenstruktur („Terra-Preta-Effekt“)
  • Gesteigerte Wasseraufnahme- und erhöhtes Wasserspeicherungsvermögen
  • Wachstum der Pflanzen wird gefördert
  • Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge steigt
  • Stabile Erträge auch bei ungünstiger Witterung