Anwendungsbereiche für die Pflanzenkohle

Bodenverbesserung

Bei Pflanzenkohle handelt es sich um kein Düngemittel, sondern um eine Trägersubstanz die der periodischen Speicherung von essenziellen Nährstoffen und Wasser dient.  Des Weiteren werden durch die Pflanzenkohle langfristig Habitate für nützliche Mikroorganismen zur Verfügung gestellt.

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Um ihre bodenverbessernden Eigenschaften rasch ausnutzen zu können sollte Pflanzenkohle vor der Einbringung zunächst mit Nährstoffen und Wasser aufgeladen werden. Eine zusätzliche Impfung mit Mikroorganismen (z. B. EM-a) fördert die biologische Aktivität, wodurch die fixierten Nährstoffe schneller pflanzenverfügbar werden.

Die Einbringung unbehandelter Pflanzenkohle kann zu einer kurzfristigen Fixierung von Nährstoffen und Wasser führen, wodurch eine Hemmung des Pflanzenwachstums möglich ist. Somit empfiehlt sich die Einarbeitung unbehandelter Pflanzenkohle zum Ende der Vegetationsperiode im Herbst.

Weitere Fachliteratur finden Sie hier:

Ithaka Journal – Wege zu Terra Preta – Aktivierung von Pflanzenkohle

Ithaka Journal – Wurzelapplikation von Pflanzenkohle

Ithaka Journal – Pflanzenkohle in Kleingärten – Resultate 2011

Ithaka Journal – Pflanzenkohle im Europäischen Weinbau

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Biogasproduktion

Der Einsatz von Pflanzenkohle in Biogasanlagen bringt eine bessere Substratausnutzung sowie eine höhere Aus-schöpfung des Restgaspotenzials mit sich.

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 Die Pflanzenkohle dient den Mikroorganismen als Habitat und verbessert deren Versorgung mit Spurenelementen. Zudem werden Schadstoffe aufgenommen, was zu einer Verringerung von Hemmeffekten führt. Mit Pflanzenkohle lässt sich die Biogasproduktion nachweislich um bis zu 20 % steigern.

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Einsatz in der Tierhaltung

Pflanzenkohle kann in der Tierhaltung als Einstreu oder zur Kot- bzw. Güllebehandlung genutzt werden. In der Einstreu bindet die Pflanzenkohle Feuchtigkeit (bis zum 5fachen ihres Eigengewichtes an Wasser) sowie organische und mineralische Stickstoffverbindungen.

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 Die Adsorption von Stickstoff in Verbindung mit der kontinuierlichen Abtrocknung der Einstreu entzieht mikrobiellen Krankheitserregern die Nährstoffgrundlage und reduziert giftige Ammoniakemissionen. Durch die Reduktion des Feuchtigkeitsgehaltes nimmt beispielsweise die Anfälligkeit für Fußballen- bzw. Klauenkrankheiten ab. Die Geruchsbelastung im Stall durch Ammoniakemissionen, welche Schleimhäute bzw. Lungen der Tiere angreift und deren Immunsystem schwächt, wird bereits nach wenigen Tagen deutlich gesenkt. Eine Verbesserung der Widerstandfähigkeit der Tiere ist die Folge, was sich positiv auf ihre Vitalität, Milch- bzw. Legeleistung und Mastendgewichte auswirkt.

Weitere Fachliteratur finden Sie hier:

Ithaka Journal – Güllebehandlung durch Pflanzenkohle

Ithaka Journal – Pflanzenkohle in der Rinderhaltung

Ithaka Journal – Pflanzenkohle in der Geflügelhaltung

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Terra Preta do Indio

 lautet der portugiesische Name für einen Stoff, dem man wundersame Eigenschaften zuschreibt. Die Presse überschlägt sich mit Berichten über das 'Schwarze Gold', die Wissenschaft glaubt mit der Schwarzerde aus dem Regenwald zwei der größten Menschheitsprobleme lösen zu können – den Klimawandel und die Hungerkrise.

Folgende Effekte werden durch Pflanzenkohle erzielt:

  • Verbesserung der Bodenstruktur („Terra-Preta-Effekt“)
  • Gesteigerte Wasseraufnahme- und erhöhtes Wasserspeicherungsvermögen
  • Wachstum der Pflanzen wird gefördert
  • Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge steigt
  • Stabile Erträge auch bei ungünstiger Witterung

Was ist Terra Preta?